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Eine Saison des Neuanfangs

Man muss einen Schritt zurückgehen können um stärker zurückzukehren.

Text

Eine harte Saison mit vielen Rückschlägen ist nun zu Ende. Der Schlittenwechsel den ich auf diese Saison getätigt habe, hat mehr Anpassungszeit gebraucht als erhofft, und so wurde zur bestimmenden Komponente dieser Saison.
Alles begann mit intensiven Vorbereitung Wochen erst Sigulda (LAT) wo es ums einfahren ging, dann weiter auf die besser bekannten Bahnen in Europa (Altenberg, die Rodelbahn in Oberhof und Königssee) um sich den Feinschliff für die Saison zu holen. Auf diesen Bahnen lief für mich alles rund, zu rund wie sich später herausstellen sollte. Ich konnte jeweils gut mit meinen Teamkollegen mithalten und mich auf technisch anspruchsvollen Passagen gar absetzen. So ging es dann voller Selbstvertrauen und Überzeugung nach Übersee auf die weniger bekannten Bahnen Whistler und Lake Placid. Doch dort sollte sich dann beim ersten internationalen Vergleich herausstellen, dass ich gar nicht da war wo ich es erwartete. Ein herber Rückschlag. Ich verlor viel zu viel Zeit, über 2s pro Lauf auf die direkten Konkurrenten. Ich habe angefangen zu grübeln und am Material zu pröbeln und habe mich so komplett im Setup verloren. Und je mehr ich umstellte desto schlechter wurde mein Gefühl. Der Schlitten wurde kaum schneller und ich verlor komplett das Selbstvertrauen. So sollten es in Übersee dann auch meine zwei einzigen Weltcup Rennen diese Saison bleiben. Ich wurde zweimal letzter und kam Mental am Boden zurück in die Schweiz.
Ohne Vertrauen und Fahrgefühl fuhr ich dann an der Schweizermeisterschaft mit. Dort hätte ich einen Platz unter den ersten 2 gebraucht um weiter im Weltcup fahren zu dürfen. Es kam wie es kommen musste, ich hatte riesige Probleme mit der einen Kurve (Bridge) ich biss mir eine Woche lang im Training die Zähne daran aus. Im Rennen klappte es dann im ersten Lauf halbwegs, aber im Zweiten schoss ich mich dort komplett ab und viel von dem sicher geglaubten zweiten Rang mit Ambitionen auf den Titel auf den dritten Rang zurück. So kam das harte Verdikt für mich, ich musste zurück in den Europacup und von null an neu anfangen.
Im Europacup konnte ich mehr Fahrten absolvieren und so mehr Testen und den Schlitten besser auf mich abstimmen als dies im Weltcup möglich gewesen wäre. Aber mit dem ersten Rennen in St. Moritz mit meiner Problemkurve sollte es dennoch nicht viel besser werden. Aber es reichte mir zu Erkenntnis wieder vermehrt auf mein Gefühl zu hören und mich auf mich zu konzentrieren. Und sollte es mir dann bei meinem zweiten Europacupeinsatz in Altenberg (DE) dann auch reichen zweimal den 7. Platz hinter den 4 Lokalmatadoren aus Deutschland und 2 Starken Fahrern aus Russland zu erreichen. Ich hatte zwar noch keine Konstanz aufweisen können aber mit einer 4. Laufzeit im ersten Rennen konnte ich nach einem komplett missratenen Saisonstart wieder etwas Selbstvertrauen tanken. So kam dann auch für mich die Erkenntnis der Saison das man manchmal muss man auch einen Schritt zurückgehen können um dann zwei Schritte nach vorne machen zu können.
Nach meinen Resultaten im Europacup wurde mich Angeboten in den Weltcup zurückzukehren. Aber ich habe mich noch nicht bereit dazu gefühlt. Ich brauchte noch mehr Druckfreie Fahrten um wieder mein Fahrgefühl zu finden. So habe ich mich dann dazu entschieden als einziger Schweizer erstmal eine Woche Trainingslager in Winterberg zu absolvieren. Einen herzlichen Dank nochmals an dieser Stelle an Bernhard Lehmann der dieses Jahr den Europacup betreut hat und mich aus Spass am Sport tatkräftig an der Bahn Unterstützt und betreut hat und mich bei meinem Neuanfang sehr Unterstützt und immer wieder Aufgebaut hat.
Nach Winterberg ging ich dann Selbstständig eine Woche nach Innsbruck (AUT) und einige verlängerte Wochenenden nach St. Moritz bis die Bahn schloss. Hier konnte ich nun mit neuem Selbstvertrauen einiges am Material testen und ich bin nun nach einem letzten Trainingslager komplett ohne Betreuung und Feedback auf meiner Heimbahn in La Plagne (FRA) überzeugt das richtige Schlitten Setup für mich gefunden zu haben und somit besser denn je auf eine kommende Saison vorbereitet zu sein. Ich weiss jetzt wie ich nächstes Jahr Materialtechnisch unterwegs sein werde und dass in diesem Bereich für mich alles passt. Und ich werde mich voll auf mich und mein Fahren konzentrieren können. Was nun mit einem guten Sommer in dem ich viel Selbstvertrauen tanken werde nochmals besser gehen wird.

Ich möchte mich bei all meinen Sponsoren, Supportern, Unterstützern an und neben der Bahn und vor allem meiner Familie bedanken. Sie haben trotz dieses harten Winters stets zu mir gehalten und mich in dieser harten Zeit immer wieder von neuem Aufgebaut haben.

Neuer Schlitten neues Glück

Die Vorbereitung dieses Jahr war Intensiv. 5 Wochen Trainingslager.
Begonnen hat alles mit 10 Tagen in Sigulda (Lettland) auf der Heim Bahn der Dukurs Brüder. Eine Technische Bahn die super geeignet ist um sich Anfang Saison das Technische Fahren wieder anzueignen. Danach ging es für 4 Tage nach Altenberg. Eine uns gut bekannte Bahn aus den diversen Rennserien und die Heim Bahn unseres Trainers Matthias Biedermann. Hier konnte ich erstmals abschätzen wo ich diese Saison stehe und wie ich auf dem neuen Material unterwegs war. Die Zeiten Stimmten mich positiv. So ging es mit einem guten Gefühl auf die Rodelbahn in Oberhof. Ohne die Möglichkeit zu Starten sollten wir uns hier in der technischen Bahn mit schnellen Übergängen noch den letzten technischen Feinschliff holen. Dann gab es erstmals 2 Tage Ruhe zu Hause bevor wir nochmals für 4 Tage zu einem Internationalen Training nach Königssee gefahren sind. Hier machte sich erstmals der Materialumstieg bemerkbar. Auf einer Bahn die Durchaus auch Gleitereigenschaften verlangen merkte ich, dass ich zwar in den technischen Passagen den Schlitten sehr gut im Griff hatte, bei den feinen Lenkbewegungen aber fehlte der Feinschliff noch etwas. Und die 4 Tage am Königssee reichten nicht ganz um diese Lücke zu füllen. So reiste ich nun mit dem Wissen woran zu arbeiten nach eine Woche Erholung nach Whistler zu einer weiteren und letzten internationalen Trainingswoche bevor die Saison startet. Das Gleiten kommt nun langsam zurück aber es wird wohl noch einige Fahrten brauchen bis ich hier auch bei den Top-Leuten bin. Die Bahn selbst in Whistler habe ich nach einigen Startschwierigkeiten und dem Verlust eines Satz Kufen, der dem Beton in Kurve 16 zum Opfer gefallen ist (nach einigen Schlitten ist ein Stück Eis aus der Bahn gebrochen und es entstand ein Loch durch welches mehrere Schlitten fuhren und Ihre Kufen auf dem harten Beton zerkratzten), nun eigentlich recht gut im Griff. Nun werden wir sehen wie weit nach vorne es am nach der intensiven Vorbereitung mit 5 Trainingswochen auf 5 Bahnen, am Samstag 3. Dezember reichen wird. Ich werde auf dem neuen Schlitten mit der Nummer 24 in das erste Weltcup Rennen in Whistler starten. Mein Teamkollege Marco Rohrer startet mit der 22 kurz vor mir. Drückt uns die Daumen!

Die Rennen können auf Youtube live mitverfolgt werden:

Das Rennen der Herren am Samstag 19:00Uhr Schweizerzeit

Saisonrüblick

Die Saison 2015/16 war nun meine zweite Saison im Weltcup. Sie verlief nicht ganz so wie erhofft habe. Ich wollte mich eigentlich zum Vorjahr steigern, was mir zumindest Rangmässig nicht wirklich gelungen ist. Aber rückblickend muss ich sagen, dass sie doch erfolgreich in dem Sinn war, dass ich mein oberstes Ziel erreicht habe. Ich habe es geschafft mich fahrtechnisch und auch Fahrzeitenmässig zu Steigern und vor allem konnte ich erneut sehr viel Erfahrung sammeln.
Zu Beginn standen Fahrlehrgänge in Lillehammer (NOR), Königssee (DE) und Igls (AUT) auf dem Programm. Dort stand für mich im Vordergrund neue Kufen zu testen um metrialtechnisch einen Schritt nach vorn zu machen und natürlich auch Fahrpraxis zu sammeln. Beide Ziele wurden hier erreicht und es ging mit einem neuen, aggressiveren Kurvendesign und auch mit einem aggressiver eingestellten Schlitten in die neue Saison.
Dies machte sich schon beim ersten Rennen in Altenberg bemerkbar. Wo ich vor Jahresfrist noch um den Einzug in den Lauf der besten 20 kämpfen musste und vom Gefühl her perfekt fahren musste, konnte ich mir nun kleine Fehler erlauben und trotzdem unter den ersten 20 landen. Aber der Höhenflug war von kurzer Dauer. Bereits beim zweiten Rennen in Winterberg machte sich die Kehrseite des aggressiven Setups bemerkbar. Bis zu meiner hohen Startnummer hatte die Bahn bei warmem und feuchtem Wetter bereits so stark aufgreift, dass ich mit meiner Kufe keine Chance mehr hatte den Reif zu durchdringen und auf dem schnellen Eis zu fahren. Ich wurde vom Start bis ins Ziel von Zwischenzweit zu Zwischenzeit nach und nach zurückgereicht ohne einen wirklich sichtbaren Fahrfehler. Nach dieser Enttäuschung ging es dann weiter nach Königssee, dritte Station des BMW IBSF Weltcup 2016. Dort ging es erstmal darum wieder in den Fluss von Altenberg zu kommen und den zweiten Lauf der Top 20 zu erreichen. Dies gelang mir so knapp wie nur möglich: 0.01s vor Rang 21. Im Zweiten Lauf hatte ich dann nichts zu verlieren du auch nach vorne schien kaum mehr etwas möglich. So nahm ich den Lauf als Trainingslauf in Angriff. Im Ziel staunte ich dann nicht schlecht über meine saubere fahrt, und die Bomben Zeit. Noch nie ist ein Schweizer auf der Bahn so schnell gewesen. Und so fielen dann auch nach und nach Athleten hinter mich zurück. Zum Schluss hatte ich die 9. Laufzeit gefahren! Dies reichte dann allerdings mit dem Polster aus dem ersten Lauf nur zu Schlussrang 18. So ging es dann für mich mit einem Riesen Resultat in die Weihnachtspause.
Nach Weihnachten ging es dann mit der Überseetour weiter. Nach einem Trainingslager auf der Olympiabahn von Vancouver 2010 in Whistler bei perfekten Bedingungen zwischen Weihnachten und Neujahr, stand das erste Rennen in Lake Placid an. Eine technische und ruppige Bahn die ein paar Fahrten braucht um das richtige Setup zu finden. Leider spielte da das Wetter nicht ganz mit vom ersten Training bei -35°C bis zum Rennen bei +5°C veränderten sich die Bedingungen so stark, dass ich mir keine Sicherheit und vor allem kein richtiges Setup erarbeiten konnte. Umso enttäuschter war ich dann über meine Leistung als ich sah wie knapp ich den zweiten Lauf verpasst hatte. Weiter ging die Tour dann in Park City. Einer Gleiterbahn, aber eine der Bahnen mit dem höchsten Durchschnittstempo. Bereits aus Kurve 4 hat man über 100km/h. Der Topspeed wird aus Kurve 5 mit über 120km/h erreicht und bis zum Ziel werden die 120km/h nichtmehr unterschritten. Eine Bahn die genial zu fahren ist wenn man in den richtigen Flow kommt. In den Trainings konnte ich mich Schritt für Schritt steigern und meine Problemstellen von oben nach unten abarbeiten. Bis zur Kurve 12. Dort fand ich die richtige Linie nicht. Was mir dann trotz Fusseinsatz im Rennen zum Verhängnis wurde. Es reichte erneut knapp nicht in die Top 20. Somit ging es dann nach Whistler zur letzten Bahn der Überseetour wo ich jetzt etwas unter Druck stand. Wollte ich doch unbedingt wenigstens ein Rennen in Übersee in den Top 20 beenden. Die Trainings stimmten mich da sehr zuversichtlich. Leider wurde ich zum Rennen hin krank und musste Grippegeschwächt antreten. Anstelle einer Top 10 Startzeit resultierte nur die 16. Und in der Bahn verlor ich dann im untersten Sektor bei 140km/h sogar noch die Orientierung. Danach war ich froh, dass das Rennen zu Ende war und ich heil unten war. Somit ging es dann enttäuscht aber froh über eine Woche Pause zurück nach Hause.
Es stand nun noch der letzte Drittel der Weltcuptour an. Dieser begann in St. Moritz wo erstmals die ersten 2 Trainingstage wegen zu warmen Wetters abgesagt werden mussten. Zum Rennen hin fielen dann aber die Temperaturen wodurch ein faires und sicheres Rennen ausgetragen werden konnte. Ähnlich wie im Vorjahr konnte ich mich auch hier wieder knapp für den zweiten Lauf der Top 20 qualifizieren und mich dort dann einen Rang nach vorne arbeiten. In der EM Wertung dieses Rennens wurde ich guter 12. Mit dieser Motivation ging es dann nach Innsbruck auf meine Paradebahn zur Weltmeisterschaft. Da habe ich mir dann wohl selbst zu viel Druck auferlegt. Ich begann Fehler zu machen welche zu Beginn meiner Karriere gemacht habe und die zu viel Zeit kosteten. Nach 3 Läufen und dem 23. Schlussrang war die WM für mich zu Ende. So ging es dann mit gemischten Gefühlen zum Saisonabschluss in Königssee. Zum einen hatte ich da bis jetzt den Lauf meines Lebens, zum anderen ist aber die WM nicht so verlaufen wie ich mir dies vorgestellt hatte. Zur Enttäuschung vom letzten gesellten sich noch etwas die Müdigkeit und die Einsicht, dass ich mich in der Weltrangliste kaum noch steigern konnte. Keine guten Vorzeichen für ein Rennen. Und so reiche es dann auch wieder knapp nicht für den Lauf der Top 20.
Somit beendete ich die zweite Saison im Weltcup auf dem 20ten Rang der Gesamtwertung, was nicht ganz dem entspricht, was ich mir vorgenommen hatte, wollte ich mich doch auch rangmässig zum Vorjahr (Rang 20) steigern. Alles in allem war es aber doch eine solide und konstante Saison, in der ich mich fahrerisch und auch mental sehr stark weiterentwickeln konnte.



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