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Der Startrekord wackelt

Letztes Wochenende fand ein weiterer Trainingszusammenzug des Nationalkaders statt. Erneut wurde fleissig an der Starttechnik gearbeitet. Die Resultate stimmen mich weiter sehr positiv für den kommen Winter. Im Gegensatz zum letzten Trainingslager konnte ich die intensive Belastung schon viel besser wegstecken und auch die Start Technik lief wieder einwandfrei, als hätte ich nie was anderes gemacht. Und auch die Explosivität fängt langsam an zurückzukommen, auch wenn sich die Starts noch nicht so locker rund anfühlen wie letzten Winter so sind doch die Zeiten bereits vergleichbar mit dem Saisonbeginn letzten Jahres, und da kommt jetzt im nächsten Monat noch die grosse Steigerung mit der Leichtigkeit. Mit der Umstellung des Trainings auf den Rennbetrieb werde ich immer nochmal einen Ticken schneller. Zum Vergleich bin ich vor Jahresfrist 4.70 gestartet und dann am September Startrekord gelaufen mit 4.59. Jetzt bin ich schon im August 4.61 gelaufen, wer weiss also wohin es noch geht, aber der Startrekord wackelt schon mal gewaltig!

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Erstes Trainingslager in Andermatt

Letztes Wochenende fand der bereits dritte Trainingszusammenzug des Nationalkaders statt. Für mich war dies jedoch nach Beendigung meiner Masterarbeit das erste Trainingslager der Olympiavorbereitung. Ich habe zwar wie alle andern Athleten auch bereits kurz nach Ostern mit dem Aufbau (Kraft- und Sprinttraining) angefangen, habe allerdings erst noch den Fokus auf das Studium gelegt. Jetzt nach dem Antritt der Stelle als Entwicklungsingenieur bei der Johnson Electric AG in Murten in einem super sportbegeisterten Team kann ich befreiter und fokussierter die letzten 2 Monate der Vorbereitung angehen, und meiner Starttechnik den letzten Feinschliff geben zu können.

Die Resultate meines ersten Anschubtrainingslagers waren sehr positiv. Zwar fehlt noch etwas die Substanz und ich hatte ziemliche Mühe das ganze Wochenende die volle Leistung abzurufen und in der zweiten Phase des Starts, nach dem Knick fehlt noch etwas die Leichtigkeit, dies passt aber mit dem Trainingsplan überein. Am Abriss, bei den ersten 3-4 Schritten habe ich aber einen deutlichen Fortschritt zu letzter Saison erreicht und bin auch technisch schon wieder top unterwegs und es geht darum in den nächsten 2 Trainingszusammenzügen (nächstes Wochenende und Anfang September) die kleinsten Details noch zu korrigieren. Den ersten Schritt wenige cm verlängern, den Arm noch etwas sauberer schwingen lassen, etc. Cédric, mein Konditionstrainer, ist überglücklich über meine technischen Leistungen und meinte bereits, wir suchen jetzt Fehler wo keine sind und versuchen das perfekte zu perfektionieren.

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Eine Saison des Neuanfangs

Man muss einen Schritt zurückgehen können um stärker zurückzukehren.

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Eine harte Saison mit vielen Rückschlägen ist nun zu Ende. Der Schlittenwechsel den ich auf diese Saison getätigt habe, hat mehr Anpassungszeit gebraucht als erhofft, und so wurde zur bestimmenden Komponente dieser Saison.
Alles begann mit intensiven Vorbereitung Wochen erst Sigulda (LAT) wo es ums einfahren ging, dann weiter auf die besser bekannten Bahnen in Europa (Altenberg, die Rodelbahn in Oberhof und Königssee) um sich den Feinschliff für die Saison zu holen. Auf diesen Bahnen lief für mich alles rund, zu rund wie sich später herausstellen sollte. Ich konnte jeweils gut mit meinen Teamkollegen mithalten und mich auf technisch anspruchsvollen Passagen gar absetzen. So ging es dann voller Selbstvertrauen und Überzeugung nach Übersee auf die weniger bekannten Bahnen Whistler und Lake Placid. Doch dort sollte sich dann beim ersten internationalen Vergleich herausstellen, dass ich gar nicht da war wo ich es erwartete. Ein herber Rückschlag. Ich verlor viel zu viel Zeit, über 2s pro Lauf auf die direkten Konkurrenten. Ich habe angefangen zu grübeln und am Material zu pröbeln und habe mich so komplett im Setup verloren. Und je mehr ich umstellte desto schlechter wurde mein Gefühl. Der Schlitten wurde kaum schneller und ich verlor komplett das Selbstvertrauen. So sollten es in Übersee dann auch meine zwei einzigen Weltcup Rennen diese Saison bleiben. Ich wurde zweimal letzter und kam Mental am Boden zurück in die Schweiz.
Ohne Vertrauen und Fahrgefühl fuhr ich dann an der Schweizermeisterschaft mit. Dort hätte ich einen Platz unter den ersten 2 gebraucht um weiter im Weltcup fahren zu dürfen. Es kam wie es kommen musste, ich hatte riesige Probleme mit der einen Kurve (Bridge) ich biss mir eine Woche lang im Training die Zähne daran aus. Im Rennen klappte es dann im ersten Lauf halbwegs, aber im Zweiten schoss ich mich dort komplett ab und viel von dem sicher geglaubten zweiten Rang mit Ambitionen auf den Titel auf den dritten Rang zurück. So kam das harte Verdikt für mich, ich musste zurück in den Europacup und von null an neu anfangen.
Im Europacup konnte ich mehr Fahrten absolvieren und so mehr Testen und den Schlitten besser auf mich abstimmen als dies im Weltcup möglich gewesen wäre. Aber mit dem ersten Rennen in St. Moritz mit meiner Problemkurve sollte es dennoch nicht viel besser werden. Aber es reichte mir zu Erkenntnis wieder vermehrt auf mein Gefühl zu hören und mich auf mich zu konzentrieren. Und sollte es mir dann bei meinem zweiten Europacupeinsatz in Altenberg (DE) dann auch reichen zweimal den 7. Platz hinter den 4 Lokalmatadoren aus Deutschland und 2 Starken Fahrern aus Russland zu erreichen. Ich hatte zwar noch keine Konstanz aufweisen können aber mit einer 4. Laufzeit im ersten Rennen konnte ich nach einem komplett missratenen Saisonstart wieder etwas Selbstvertrauen tanken. So kam dann auch für mich die Erkenntnis der Saison das man manchmal muss man auch einen Schritt zurückgehen können um dann zwei Schritte nach vorne machen zu können.
Nach meinen Resultaten im Europacup wurde mich Angeboten in den Weltcup zurückzukehren. Aber ich habe mich noch nicht bereit dazu gefühlt. Ich brauchte noch mehr Druckfreie Fahrten um wieder mein Fahrgefühl zu finden. So habe ich mich dann dazu entschieden als einziger Schweizer erstmal eine Woche Trainingslager in Winterberg zu absolvieren. Einen herzlichen Dank nochmals an dieser Stelle an Bernhard Lehmann der dieses Jahr den Europacup betreut hat und mich aus Spass am Sport tatkräftig an der Bahn Unterstützt und betreut hat und mich bei meinem Neuanfang sehr Unterstützt und immer wieder Aufgebaut hat.
Nach Winterberg ging ich dann Selbstständig eine Woche nach Innsbruck (AUT) und einige verlängerte Wochenenden nach St. Moritz bis die Bahn schloss. Hier konnte ich nun mit neuem Selbstvertrauen einiges am Material testen und ich bin nun nach einem letzten Trainingslager komplett ohne Betreuung und Feedback auf meiner Heimbahn in La Plagne (FRA) überzeugt das richtige Schlitten Setup für mich gefunden zu haben und somit besser denn je auf eine kommende Saison vorbereitet zu sein. Ich weiss jetzt wie ich nächstes Jahr Materialtechnisch unterwegs sein werde und dass in diesem Bereich für mich alles passt. Und ich werde mich voll auf mich und mein Fahren konzentrieren können. Was nun mit einem guten Sommer in dem ich viel Selbstvertrauen tanken werde nochmals besser gehen wird.

Ich möchte mich bei all meinen Sponsoren, Supportern, Unterstützern an und neben der Bahn und vor allem meiner Familie bedanken. Sie haben trotz dieses harten Winters stets zu mir gehalten und mich in dieser harten Zeit immer wieder von neuem Aufgebaut haben.


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