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Ronald Auderset

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Keine Olympischen Spiele in Peking...

Der Entscheid ist gestern gefallen, bleibt jedoch schwer nachvollziehbar…
Nach einer meiner besten Saisons, in der ich konstant an der Weltspitze dran war, habe ich es als einziger Schweizer geschafft die Schweiz für die Olympischen Spiele im Skeleton zu qualifizieren. Ich habe für die Schweiz einen der begehrten Quotenplätze des Internationalen Verbandes herausgefahren. Da ich jedoch die Limiten von Swiss Olympic nicht vollständig erfüllen konnte, hat der Schweizer Verband entschieden einen anderen Athleten zu selektionieren, welcher selbst mit seinen Leistungen keinen Quotenplatz des Internationalen Verbandes erfahren konnte und welcher in den Rennen stehts hinter mir klassiert war… schwer das Ganze zu verstehen und zu verdauen und traurig zu sehen, dass in unserem Land die Politik immer wieder vor die sportlichen Leistungen gesetzt wird…
Die letzten 8 Jahre habe ich voll und ganz dem Skeleton gewidmet, mich auf höchstem Niveau mit der Weltspitze gemessen, alles gegeben um langsam, Schritt für Schritt besser zu werden, bin stehts bereitgestanden, um auch den jungen zu helfen und sie weiterzubringen. Heute ist das der Dank meines Verbandes…

Ein grosses Dankeschön an meine Familie, Gönner und Sponsoren für die Unterstützung in dieser Saison!

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Internationale Trainigswoche und Test Event in China

Während 3 Wochen durfte ich die neue Bahn in Yanqing erlernen und erarbeiten. 3 Wochen in China in einer Blase. Ab dem Abflug am 4. Oktober in Frankfurt bis zur Rückkehr am 28. Oktober, haben wir in dieser Blase mit täglichen PCR Tests gelebt und ausser der Flugzeug Innenseite, dem Olympiaterminal am Flughafen in Peking, der Busse für die Transfers, dem Hotelareal mit eine 400m Rundbahn und der Olympiabahn nur das gesehen was uns durch die Fenster gezeigt wurde. Das mag für viele nach einer langen Geschichte klingen, so kam es uns am Anfang auch vor. Doch noch nie war im Vornherein so wenig über eine neue Bahn bekannt wie diesmal. Es gab viel Arbeit um die neue Bahn zu erarbeiten und die Ideallinie zu finden. So vergingen die 3 Wochen trotz immer wiederkehrenden und Europäisch gemeinten Menuplänen und dem eingeschränkten Bewegungsraum wie im Flug.
Die Olympiabahn ist ein Tempel für alle Eiskanalsportarten! Ein Bau der Superlativen. Komplett überdachte Bahn, mit einer 60m Laufhalle zum Einwärmen auf dem Startareal, dazu hätte es im Zielareal tonnenweise Sitzungs- und Medienräume, Werkstätten, Restaurants, vermutlich Unterkünfte und sogar eine geschlossene und vereiste Anschubbahn, wozu uns jedoch der Zugang auch Covid-wegen verwehrt blieb. Aber wir hatten bereits genug Arbeit mit der neuen Bahn. Diese ist sehr schön und rund zu fahren. Sehr geschmeidig mit einem für mich grandiosen Rythmus. Eine Bahn auf der ich mich richtig wohl fühle und auf der ich noch viel länger hätte Fahren können. Sie hat allerdings auch ihre Tücken und Charakteristiken welche sie auf Ihre Art herausfordernd machen. Durch die Sshr offenen Kurven Ein- und Ausfahrten sind eine Vielzahl von Linien in den Kurven möglich. Wirklich aufgehen tut aber nur eine und diese will präzise eingehalten werden. 10cm weiter rechts oder links in einer Einfahrt resultiert meist in einem Schlag in der Ausfahrt und einem Immensen Zeitverlust. Hier konstant über 4 Läufe zu Fahren wird eine richtige Challenge an den Spielen und verspricht ein animiertes Rennen.
Zum Abschluss der Trainingsperiode stand der Testevent, das Erste Internationale Rennen auf der Olympiabahn an. Ich hatte mit der Startnummer 1 die Ehre das Rennen zu eröffnen und dadurch als erster Mann überhaupt mit einem Skeleton in einem internationalen Rennen in China zu starten. Mit einem gute ersten Lauf und einem sicheren zweiten Lauf konnte ich auf Rang 14 Fahren! Mein erstes Top15 der Saison und das bei einem 30 Mann starken Feld mit allen grossen Namen der letzten Weltcup Saisons! Ein vielversprechendes Resultat und eine richtige Motivationsspritze für diese Saison!

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Start Schweizermeister und Selektion für den Weltcup

Anfang September fanden auf der neuen Anschubbahn in Filzbach die Starterschweizermeisterschaften statt. Diese zählte als erstes Selektionerennen von 3 für den ersten Weltcupstartplatz der Herren im Skeleton. Wie erwartet konnte ich mich als stärkster Schweizer Starter und amtierender Startschweizermeister erneut den Titel holen und somit das erste Selektionsrennen für mich entscheiden.
Wir sind zwar noch im Spätsommer, aber für uns läuft mittlerweile mit dem gedrängten Saisonplan und den Olympischen Spielen im Februar bereits die Eis-Saison. Letzte Woche fanden dazu bei noch fast sommerlichen Temperaturen in Winterberg (DE) die erste Trainingswoche gefolgt von den Selektionsrennen 2 und 3 statt. Ich konnte gleich das zweite Selektionsrennen für mich entscheiden und mich somit uneinholbar für die Konkurrenten bereits nach 2 von 3 Rennen für den ersten Weltcupstartplatz und die Internationale Trainingswoche in Peking qualifizieren!

Nach ein paar Tagen zu Hause geht es bereits am 3. Oktober weiter in Richtung Peking auf die Olympia Bahn für das erste internationale Training!!

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